Verbraucherkompetenz von Kindern und Jugendlichen stärken

Die Einsendephase beim Ideenwettbewerb "Fürs Leben lehren" ist beendet. Eine Fachjury bewertet nun die eingereichten Beiträge und wählt die überzeugendsten Unterrichtskonzepte zum Thema Verbraucherbildung aus.

Informationen zum Wettbewerb.

Gerade in jungem Alter ist es wichtig, die für eine erfolgreiche Bewältigung des Konsumalltags erforderlichen Fähigkeiten zu erwerben.

Verbraucherbildung ist ein zentrales Anliegen der Verbraucher­­politik, denn sie ist das Fundament für gleich­berechtigte Markt­teilnahme und sinnvollen Konsum. Verbraucher­innen und Verbrauchern stehen beim Erwerb von Waren und Dienst­leistungen in der modernen Informations­gesellschaft einer Fülle von Angeboten gegenüber. Die Entscheidung für das jeweils passende Angebot stellt für den Einzelnen eine große Herausforderung dar.

Junge Menschen sind hier in besonderem Maße gefordert, denn sie haben wenig oder noch keine Erfahrungen im Umgang mit Geld oder bei der Auswahl von Produkten und Dienstleistungen. Doch noch zu selten wird das Thema im Schul­unterricht aufgegriffen.

Das Bundes­verbraucher­ministerium hat deshalb 2010 die "Initiative Verbraucherbildung – Konsumkompetenz stärken" gestartet, um die Vermittlung von Alltagskompetenzen

  • im Umgang mit Informationen und Medien,
  • im Umgang mit Geld sowie
  • mit Rechten und Pflichten als Verbraucher

an Jugendliche zu verbessern.

Um dieses Ziel zu erreichen, ist es notwendig,

  • größere öffentliche Aufmerksamkeit für Verbraucher- und Ernährungsbildung an den Schulen zu erzielen,
  • mit den Ländern ein Netzwerk für eine verstärkte Vermittlung von Verbraucher­kompetenzen in Schulen zu knüpfen sowie
  • den Austausch der Akteure und die Informations­strukturen auszubauen.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Bildungs­initiative ist der Ideenwettbewerb "Fürs Leben lehren". Ziel des Wettbewerbs ist es, Lehramts­studierende und Referendare dafür zu gewinnen, praxisnahe Wege der Vermittlung von Alltags­kompetenzen im Schul­unterricht zu finden und eigene Unterrichtskonzepte zu entwickeln. Praxisnah heißt zum Beispiel, dass der Unterricht an den tatsächlichen Problemen der Schülerinnen und Schüler ansetzt. Kreativität und Ideen­reichtum der Teilnehmer­innen und Teilnehmer sind hier gefragt. Deshalb sollen die Sieger­beiträge neben Geldpreisen auch mit einer Veröffentlichung durch einen Schulbuchverlag prämiert werden. Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie hier.

Außerdem fördert das Bundes­verbraucherministerium im Rahmen der Bildungsinitiative ein Projekt beim Verbraucher­zentrale Bundes­verband e.V. Als ein Ergebnis des Projekts können Lehrkräfte künftig durch einen Online-Kompass einen besseren Zugang zu praxis­tauglichen Hilfen für den Unterricht zu Verbraucher­bildungs­themen erhalten: zum Materialkompass.

Zur besseren Vernetzung unter anderem mit den Kultus- und Verbraucherschutzministerien der Länder, Verbänden (Lehrer, Verbraucher, Wirtschaft) sowie Wissenschaft, Schulbuchverlagen und Praktikern fanden im November 2010 und Mai 2012 Netzwerkkonferenzen statt. Hier finden Sie die Dokumentationen zu den Konferenzen. Weitere Veranstaltungen zu bestimmten Fachthemen sollen folgen.